Bilfinger: Wie CEO Tom Blades den Kulturwandel vorantreibt

Den Führungsstil bei Bilfinger als ruppig zu bezeichnen, wäre jahrelang eine Untertreibung gewesen. Und weder der zwischenzeitliche Vorstandschef Roland Koch (der sich inzwischen mit einer Schadensersatzklage konfrontiert sieht) noch der Aufsichtsratsvorsitzende Eckhard Cordes (67), beides eher autoritär auftretende Persönlichkeiten, konnten daran – wen wundert’s – Entscheidendes ändern. Immerhin hat Cordes 2016 mit Tom Blades (61) einen CEO engagiert, der einen anderen Stil pflegt – und der damit offenbar einen echten Kulturwandel eingeleitet hat.

Unternehmenskultur: „Vertrauen wieder aufgebaut“

Die Führungsriege kommuniziere seit einiger Zeit wesentlich intensiver und mache Entscheidungen transparent, lobt Bilfinger-Betriebsrat Marc Wachter. Zudem habe der Vorstand die neue Strategie „gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt“. Dadurch hätten Blades &Co. „Vertrauen wieder aufgebaut“. Eine treibende Kraft war dabei offenbar Vorstand und Arbeitsdirektor Michael Bernhardt (50). „Wir haben die Kommunikation erheblich intensiviert“, sagte er jetzt dem Handelsblatt. Es gebe jetzt „eine monatliche Digitalzeitung, regelmäßige Versammlungen, ein Vorstands-Mittagessen mit Mitarbeitern“. Und so zeigt sich: Kulturwandel beginnt mit der Kommunikation – und nicht mit Dekreten aus der Chefetage.

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