Aus den Gremien: Warum Hakan Samuelsson sein Mandat niederlegt

Der Einstieg des chinesischen Autobauers Geely bei Daimler sorgt für Rochaden in Aufsichtsgremien der Automobilbranche. So wird Hakan Samuelsson, früherer Vorstandschef von MAN und seit 2012 CEO des schwedischen Autobauers Volvo Cars, nicht mehr für das „Board of Directors“ des Truckherstellers Volvo Group kandidieren, wie das Unternehmen bekannt gab. Grund dafür sei, dass Volvo Cars – anders als die Volvo Group – eine Geely-Tochter ist. Als Board-Mitglied des Truckherstellers bekäme Samuelsson damit Einblicke ins Geschäft eines Daimler-Konkurrenten, obwohl er jetzt über Volvo-Cars-Eigentümer-Geely mit Daimler verbunden ist.

Jürgen Hambrecht darf sich zur Wiederwahl stellen

Im Daimler-Aufsichtsrat wird der Geely-Einstieg dagegen vermutlich keine Rochaden auflösen. Laut Medienberichten fordert Geely-Chef Li Shufu keinen Sitz im Kontrollgremium. Ansonsten hätte womöglich Ex-BASF-Chef Jürgen Hambrecht weichen müssen, der sich auf der Hauptversammlung Anfang April voraussichtlich zur Wiederwahl stellt. Darüber hinaus laufen zwar auch die Mandate der Ex-Nokia-Managerin Sari Baldauf und der US-Amerikanerin Andrea Jung aus. Sollten sie sich nicht zur Wiederwahl stellen, müssten ihnen aber andere Frauen folgen, damit Daimler die Frauenquote erfüllt.

DCGIBoardNews

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