SAP-Chef bekommt fast 22 Millionen Euro ausgezahlt

Das Gehalt von SAP-Chef Bill McDermott sank 2017 etwas. Auf dem Konto des Managers landete aber deutlich mehr – aufgrund früherer Boni.

Düsseldorf. Bill McDermott bleibt der Topverdiener unter den Dax-Managern: Der SAP-Chef hat für das Geschäftsjahr 2017 eine Vergütung von 13,17 Millionen Euro zugesprochen bekommen. Das sind rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den der Softwarekonzern am Mittwoch veröffentlicht hat.

Trotz dieser Einbuße dürfte der Amerikaner weiterhin an der Spitze der Rangliste stehen. Der gesamte Vorstand erhielt Zuwendungen in Höhe von 45,24 Millionen Euro.

Die Vorstandsvergütung ist für SAP ein heikles Thema. Aufgrund einer neuen Regelung stieg McDermott im vergangenen Jahr zum bestbezahlten Dax-Chef auf und stand damit im Wahlkampf als Beispiel für hohe Managergehälter – was sich mit der hohen Auszahlung im vergangenen Jahr kaum ändern dürfte. Die Aktionäre wiederum störten sich an den Modalitäten, die sie als intransparent kritisierten. Auf der Hauptversammlung im Mai entlasteten sie den Aufsichtsrat mit einer Mehrheit von nur 50,49 Prozent, vor allem aus Unzufriedenheit über diese Regelung.

Mit dem vorliegenden Geschäftsbericht bessert SAP in Sachen Transparenz deutlich nach: Auf 19 Seiten legt der Aufsichtsrat Vergütungsstruktur und Entscheidungskriterien dar. Am grundsätzlichen System ändert sich aber nichts. „Die verhältnismäßig geringe Grundvergütung und der relativ hohe Anteil an langfristiger variabler Vergütung“ habe sich für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung bewährte, erklärte das Unternehmen im Dezember gegenüber dem Handelsblatt.

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