Commerzbank-Chef Martin Zielke: Aktivisten lassen nicht locker

Der britische Investor Petrus Advisers hat nachgelegt: In einem weiteren „Brandbrief“ (Handelsblatt) an Commerzbank-Chef Martin Zielke kritisieren die Aktivisten die „nicht genutzten Potenziale“ bei der Tochter comdirect und insbesondere den weitreichenden Einfluss des Mutterkonzerns. Petrus Advisers hält nach eigenen Angaben knapp drei Prozent der comdirect-Aktien und wäre damit zweitgrößter Aktionär nach der Coba (82 Prozent). Bereits im Herbst hatten die Londoner harsche Kritik geübt: Obwohl kein Beherrschungsvertrag existiere, führe die Coba die comdirect „wie eine Betriebsabteilung“.

Comdirect: ein Aufsichtsrat voller Zielke-Buddies?

So säßen in Management und Aufsichtsrat überwiegend Zielke-Vertraute aus Dresdner-Bank-Zeiten. Im sechsköpfigen Kontrollgremium dominieren tatsächlich Coba-Top-Manager wie Michael Mandel oder Sabine Schmittroth. Zudem kritisiert Petrus Advisers nun, dass der comdirect-Vorstand um Arno Walter einen Teil der erfolgsabhängigen Vergütung in Coba- und nicht in comdirect-Aktien erhält. Die Fehlanreize und Strukturprobleme hätten dazu geführt, dass die comdirect-Aktie zuletzt deutlich schwächer abgeschnitten habe als vergleichbare Papiere. „Diese Wertvernichtung […] ist schockierend“, meinen die Briten.

DCGIBoardNews

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