DWS holt Ex-Bahnvorstand Suckale in den Aufsichtsrat

Die Fondstochter der Deutschen Bank geht an die Börse. Der Kritik, die Bank behalte danach zu viel Einfluss, begegnet sie nun, indem sie einige namhafte Vertreter in ihr Kontrollgremium beruft.

Die Deutsche Bank hat für den Aufsichtsrat ihrer Fondstochter DWS namhaftes Personal gefunden. Dem Kontrollgremium des Börsenkandidaten sollen künftig unter anderen Margret Suckale, einst Personalvorstand bei der Deutschen Bahn und dem Chemieriesen BASF, sowie Evonik-Finanzvorstand Ute Wolf angehören.

Dies geht aus einem Dokument hervor, das WELT vorliegt. Vonseiten der Deutschen Bank werden neben Deutsche-Bank-Vorstand Karl von Rohr, der schon länger als Aufsichtsratschef feststeht, seine Vorstandskollegin Sylvie Matherat und Asoka Wöhrmann, einst selbst DWS-Chef und heute Leiter des Privatkundengeschäfts der Bank in Deutschland, einen Sitz in dem zwölfköpfigen Gremium haben. Die DWS wollte die Namen nicht kommentieren. Der Börsengang ist für die Woche ab dem 19. März geplant.

Mit der Zusammensetzung will die Deutsche Bank offenbar dem Eindruck entgegentreten, dass die neuen Aktionäre, die durch den Verkauf von bis zu 25 Prozent der Anteile an der DWS hinzukommen, zu wenig Gewicht im Aufsichtsrat hätten. Zuletzt gab es wiederholt Kritik von Investorenseite, dass mit drei Vertretern der Deutschen Bank plus vier Arbeitnehmervertretern der DWS auf der einen Seite und mit nur fünf vermeintlich unabhängigen Kontrolleuren auf der anderen Seite die freien Aktionäre kaum Einflussmöglichkeiten auf das Geschehen bei der DWS hätten.

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