Steinhoff-Großaktionär rechnet mit Konzernspitze ab

Im Bilanzskandal bei dem Handelsriesen Steinhoff attackiert der südafrikanische Milliardär Christo Wiese den langjährigen Chef Markus Jooste. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende fühlt sich  getäuscht – und spricht von „Betrug“.

Christo Wiese, Ex-Aufsichtsratschef von Steinhoff International, hat dem früheren CEO Markus Jooste indirekt Betrug vorgeworfen. „Wenn dein Management, erst recht auf hoher Ebene, einen Betrug begeht, den die Wirtschaftsprüfer nicht entdecken“, dann sei ein Unternehmen „vollkommen verwundbar“, sagte Wiese im Gespräch mit Capital in Kapstadt.

Damit verschärft sich der Ton im Bilanzskandal bei dem deutsch-südafrikanischen Handelsriesen. Nachdem die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte sich Anfang Dezember geweigert hatte, der Konzernbilanz das Testat zu erteilen, war der Aktienkurs um rund 85 Prozent eingebrochen. Markus Jooste trat als CEO zurück und ist seither abgetaucht. Die neue Konzernspitze hat ihn bei den Hawks angezeigt, einer Sondereinheit der südafrikanischen Polizei, die für Wirtschaftsverbrechen zuständig ist.

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