AR-Vergütung bei der Allianz: Michael Diekmann will mehr

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Allianz, Michael Diekmann (63), fordert einen kräftigen Aufschlag für seine Kollegen und sich: Auf der Hauptversammlung am 9. Mai sollen die Aktionäre unter Tagesordnungspunkt 11 eine „Satzungsänderung zur Aufsichtsratsvergütung“ beschließen. Vorgesehen ist demnach ein jährliches Salär von 250.000 Euro für den Aufsichtsratsvorsitzenden Diekmann und 125.000 Euro für die einfachen Mitglieder, zu denen beispielsweise Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer und der frühere BMW-Vorstand Friedrich Eichiner zählen. Das entspricht jeweils einem Plus von 25 Prozent. Zum letzten Mal hatte die Allianz die Vergütungen für ihre zwölf Aufsichtsräte im Jahr 2011 erhöht.

Verschärfter Wettbewerb um gute Aufsichtsräte

Zur Begründung verweist Diekmann auf die „gestiegenen Anforderungen an die Aufsichtsratstätigkeit“, auf die „Entwicklung der Aufsichtsratsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen“ und auf den „Wettbewerb um geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat“. Die Vorstandsvergütungen stehen dagegen nicht auf der HV-Agenda. Vorstandschef Oliver Bäte musste 2017 einen leichten Rückgang verkraften und kassierte 5,9 Millionen Euro (nach 6,2 Millionen im Vorjahr).

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