Aufsichtsrat der Woche: Bernd Althusmann (VW)

Wir haben den niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) scharf kritisiert, nachdem er entgegen seiner Ankündigung doch in den VW-Aufsichtsrat einzog. Und wir halten mit Nachdruck an dieser Kritik fest – registrieren aber dennoch erfreut, dass Althusmann seine Rolle als Aufsichtsrat ernst nimmt: Laut Medienberichten hat er auf einer Aufsichtsratssitzung Ende März weitere Informationen zu den Managergehältern gefordert und seine Zustimmung – vorerst – verweigert. Dabei war er offenbar allein auf weiter Flur; selbst ein Arbeitnehmervertreter soll versucht haben, den CDU-Politiker zur Stimmabgabe zu überreden.

Managergehälter: VW-Chef Müller versteht es nicht

Wir hoffen, dass Althusmann standhaft bleibt und möglichst bald Rückendeckung von seinen Gremienkollegen erhält – allen voran von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erhält, der bislang lieber in Deckung bleibt). Denn in Sachen Managergehälter liegt bei VW zweifellos Einiges im Argen: Trotz des Diesel-Skandals kassierte Vorstandschef Michael Müller 2017 mehr als zehn Millionen Euro. Zudem sagte er Ende März im Spiegel-Interview, dass er selbst nicht verstehe, wie sich sein Salär im Detail zusammensetzt. Womit eindrucksvoll bewiesen wäre, dass das Vergütungssystem nichts taugt.

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.