Diversity: Wie integrieren Aufsichtsratschefs die Querdenker?

Es sind zweifellos spannende Personalien: Axel-Springer-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita (82) hat Alex Karp (50) engagiert, Mitbegründer der US-Softwarefirma Palantir. Und Manfred Bischoff (75) holt die US-amerikanische IBM-Managerin und Blockchain-Expertin Marie Wieck (57) in den Daimler-Aufsichtsrat. Wir müssen an dieser Stelle dennoch Wasser in den Wein schütten. Denn digitale Neu- und Querdenker zu finden ist nur der erste Schritt. Die wahre Herausforderung liegt darin, sie in die Aufsichtsräte zu integrieren. Und zwar durch professionelles Onboarding und Teambuilding, damit sie auch mit analog geprägten Wirtschaftsprüfern und Wirtschaftsgranden diskutieren und harmonieren.

Wie Neuzugänge ihre PS auf die Straße bringen

Doch daran hapert es häufig, wie wir hören. Aber wie viel bringt es dem Aufsichtsrat und damit dem Unternehmen, wenn die Neuen viermal im Jahr einfliegen, ein paar Statements abgeben und dann wieder verschwinden? Aufsichtsratschefs müssen deshalb aus unserer Sicht Kandidaten auswählen, die trotz ihrer besonderen Expertise oder ihrer Fähigkeit zum Querdenken bereit sind, sich ohne Star-Allüren und Arroganz auf das Unternehmen und ihre Gremienkollegen einzulassen. Und diese müssen die Bereitschaft dazu aktiv fördern – durch, siehe oben, Teambuilding und Onboarding. Nur dann werden Neuzugänge ihre PS auch auf die Straße bringen.

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