Amra Balic: BlackRocks Frontfrau für die Dax-Konzerne

Man könnte es als Drohung verstehen: „Unsere Verantwortung ist es, die Ansichten des Aufsichtsrats infrage zu stellen“, sagte Amra Balic Ende März der WirtschaftsWoche. Und dazu rüstet der weltgrößte Investor kräftig auf: BlackRock werde mehr Governance-Spezialisten einstellen und „in Zukunft noch mehr Firmen persönlich betreuen“, so die Managerin, die im Reich von Firmengründer Larry Fink als „Head of Investment Stewardship Europe“ firmiert. „Wir werden tiefere Konversationen führen, wir werden noch proaktiver agieren.“

Einzelgespräch statt „Rabatz“ auf der Hauptversammlung

Was Fink und seinem deutschen Chairman Friedrich Merz dabei besonders wichtig ist, hatten sie bereits vor einigen Wochen deutlich gemacht. Laut der neuen „Proxy Voting Guidelines“ drängt BlackRock auf höhere Frauenquoten und auf Aufsichtsräte, die genug Zeit für ihren Job mitbringen. Und es wird die Aufgabe von Amra Balic sein, derlei Anliegen den Verantwortlichen mitzuteilen. Dazu wird sie aber „keinen Rabatz“ auf den Hauptversammlungen machen, sondern das direkte Gespräch suchen – womöglich mit Larry Fink oder Friedrich Merz im Schlepptau.

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