VW-Hauptversammlung: Christian Strenger vs. Wolfgang Porsche

 Der Corporate-Governance-Experte Christian Strenger hat Wolfgang Porsche aufgefordert, sein Mandat als Aufsichtsrat von VW niederzulegen. Zur Begründung führt der ehemalige DWS-Chef in seinem  „Gegenantrag“ zur Hauptversammlung am 3. Mai aus, dass der 74-Jährige als Aufsichtsratschef des VW-Großaktionärs, der Porsche Automobil Holding SE, einem „dauerhaften Interessenkonflikt“ unterliege. Zudem sei Wolfgang Porsche wegen seiner „Untätigkeit bei der Verfolgung des Fehlverhaltens von früheren und heutigen Vorstandsmitgliedern des Konzerns nicht erneut wählbar“.

Marianne Heiß: Mangel an Unabhängigkeit und Erfahrung?

Porsche ist allerdings nicht der einzige Kandidat, den Strenger kritisch sieht. Auch die Wahl der Werbe-Managerin Marianne Heiß (45) ist seiner Ansicht nach „abzulehnen“. Die Deutschland-Geschäftsführerin der Omnicom-Tochter BBDO verfüge „weder über die für einen VW-Aufsichtsrat erforderliche Finanzexpertise noch über ausreichende Erfahrungen in der Leitung oder Kontrolle börsennotierter Unternehmen“, so Strenger. Zudem könne Heiß wegen der intensiven Geschäftsbeziehungen ihres Arbeitgebers zu VW „nicht als unabhängig eingestuft werden“. In diesem Zusammenhang kritisiert das Ex-Mitglied der Kodex-Kommission, dass VW diese Beziehungen nicht offengelegt hat.

DCGIBoardNews

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