Ownership Culture: Joe Kaeser macht Mitarbeiter zu Mitdenkern

Wie wir aus dem Umfeld von Siemens hören, geht es in Sachen Mitarbeiteraktien in großen Schritten voran. Das im Rahmen der „Vision 2020“ ausgerufene Ziel, die Zahl der Belegschaftsaktionäre um mehr als 50 Prozent zu steigern („Ownership Culture“), ist demnach bereits erreicht; deutlich mehr als die Hälfte der rund 350.000 Siemens-Mitarbeiter sind den Informationen zufolge inzwischen Eigentümer des Unternehmens. Das wäre ein großer Erfolg für Vorstandschef Joe Kaeser, der sich vom Mitarbeiteraktienprogramm eine höhere Identifikation und Motivation der Siemensianer sowie mehr unternehmerisches Denken erhofft – was aus unserer Sicht sehr plausibel klingt.

Mitarbeiteraktien: Gut fürs Unternehmen, gut für die Gesellschaft

Was gut für das Unternehmen ist, bringt aber auch die Gesellschaft voran – gerade im Zeitalter der digitalen Transformation. Denn Mitarbeiteraktien tragen dazu bei, die „digitalen Dividenden“ infolge von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) fairer zu verteilen und eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Volkswirtschaftlich formuliert: Wenn Angestellte zu Anteilseignern werden, stärkt das den Faktor Arbeit gegenüber dem Faktor Kapital – und hilft, Gräben zuzuschütten. Wir hoffen deshalb, dass weitere Verantwortliche Joe Kaeser nacheifern. Und wir freuen uns über erste Anzeichen, zum Beispiel in Form des Berliner Appells für Mitarbeiterbeteiligungen, dem sich zahlreiche Unternehmen von BASF bis TUI angeschlossen haben.

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