Rüdiger Grube: „Ich bin kein Abzocker“

Der ehemalige Bahn-Chef Rüdiger Grube hat sich vehement gegen Vorwürfe gewehrt, er habe 2017 für 30 Tage Arbeit 2,3 Millionen Euro erhalten. „Die Vorwürfe gegen mich sind unglaublich und völlig falsch“, sagte der heute Aufsichtsratschef des Hamburger Hafens im Gespräch mit der ZEIT. „Ich bin kein Abzocker!“ Es handele sich in erster Linie um Boni für die Jahre 2014 bis 2016, die er für das Erreichen vereinbarter Ziele erhalten habe. Grube hatte im Mai 2009 das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernommen und war Ende Januar 2017 überraschend zurückgetreten.

„Politik hat Bahn-Vorstandsverträge selbst abgesegnet“

Im März hatten Medien berichtet, dass er damals für 30 Tage Amtszeit satte 2,3 Millionen Euro kassiert habe. Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kritisierte dies harsch und kündigt an, künftig mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bahn darauf zu achten, „dass bei solchen Verträgen Maß und Mitte eingehalten wird“. Diese Kritik komme ihm „scheinheilig“ vor und habe ihn „sprachlos gemacht“, sagte Grube der ZEIT. „Die Politik hat die Bahn-Vorstandsverträge doch selbst abgesegnet.“ Zudem wies Grube darauf hin, dass er „jahrelang freiwillig auf Gehaltserhöhungen verzichtet“ habe.

DCGIBoardNews

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