Talanx: Algorithmus testete künftigen CEO Torsten Leue

Algorithmen und Künstliche Intelligenz (KI) gewinnen bei der Auswahl von Führungskräften an Bedeutung. Nachdem eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, dass richtig programmierte Roboter ein gutes Händchen bei der Auswahl erfolgreicher Vorstände haben, wurde jetzt bekannt: Der Versicherungskonzern Talanx setzt seit Jahresbeginn bei der Vorauswahl von potentiellen Führungskräften ein Softwareprogramm ein. Die Bewerber müssen demnach rund eine halbe Stunde mit einem Computer telefonieren – und beispielsweise erklären, wie ein perfekter Tag für sie ausschaut.

Unternehmenskultur: Wenn KI beurteilt, ob es passt

Bereits 2017 sei das Programm bei Assessment Centern für Führungskräfte „mitgelaufen“ und habe „extrem hohe Übereinstimmungen“ ergeben. „Ich habe mich auch diesem Instrument gestellt und war begeistert“, sagt der designierte Talanx-CEO Torsten Leue. Man könne auf diese Weise einfach und effizient feststellen, ob der Kandidat zur Unternehmenskultur passt. Auch andere Unternehmen setzen auf vergleichbare Programme, darunter Fraport. Und der Test von Talanx-Vorstand Leue zeigt: Es geht dabei nicht mehr nur um die zweite, dritte oder vierte Führungsebene. Sondern auch um den Vorstand.

Hinweis: Auf dem 13. Deutschen Aufsichtsratstag (#DART13) am 28./29. Juni in Düsseldorf wird IBM-Manager Matthias Hartmann über den „Aufsichtsrat und die künstliche Intelligenz“ sprechen – und zwar am Beispiel Watson.

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