Volkswagen: Deka greift Aufsichtsratschef Pötsch an

Nach dem Abgang von Vorstandschef Michael Müller attackieren Investoren den Volkswagen-Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch. „Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sehen wir kritisch, vor allem die Historie des Vorsitzenden“, sagte Deka-Investment Geschäftsführer Michael Schmidt dem Handelsblatt. Als Ex-Finanzvorstand sei Pötsch „nicht so neutral wie gewünscht“, um den Abgasskandal aufzuarbeiten und „eine konsequente Neuausrichtung der Unternehmensführung zu erwirken“.  Auch darüber hinaus habe der VW-Aufsichtsrat zu wenige unabhängige Mitglieder.

Aufsichtsrat Althusmann: Hoffnungsträger der Kritiker

Sicher: So lange die Porsches & Piechs Pötsch unterstützen, muss er nicht mehr befürchten als harsche Kritik auf der Hauptversammlung am 3. Mai. Allerdings hat der vorzeitige Müller-Abschied gezeigt: Clan-Oberhaupt und VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche hält nicht sklavisch an Vertrauten fest. Spannend wird deshalb in der Causa Pötsch sein, wie sich die Großaktionäre Katar und das Land Niedersachsen positionieren – und wie vehement sie diese Position vertreten. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat zuletzt zumindest deutlich gemacht, dass er keine Auseinandersetzungen scheut – auch nicht mit seinem Aufsichtsratschef.

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