Aufsichtsratsvergütung: Der wahre Top-Verdiener im Dax

Paul Achleitner, der als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank 800.000 Euro pro Jahr erhält, belegt in der aktuellen Auswertung der hkp group erneut Rang Eins – gefolgt von BMW-Chefkontrolleur Norbert Reithofer (640.000 Euro) und Gerd Krick von Fresenius (632.000 Euro). Schlusslichter im Dax sind Ulrich Lehner von ThyssenKrupp mit 212.000 Euro und VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, der 2017 laut hkp auf seine Bezüge verzichtete. Zählt man die Vergütungen für sämtliche Mandate zusammen, landet Achleitner mit 1,18 Millionen Euro allerdings nicht ganz vorne: Spitzenreiter in dieser Disziplin ist Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann, der 2017 für fünf Mandate 1,33 Millionen Euro kassiert hat.

Zu wenig für „professionelle Aufsichtsratstätigkeit“?

Unterm Strich ist die Vergütung der Dax-30-Aufsichtsratsvorsitzenden laut der hkp-„Geschäftsberichtsauswertung Aufsichtsratsvergütung“ im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent auf 408.000 Euro gestiegen, womit erstmals die Marke von 400.000 Euro übertroffen wurde. Dennoch werde die Vergütung „einer professionellen Aufsichtsratstätigkeit nach wie vor nicht gerecht“, meint hkp-Partner Joachim Kayser. „Sie spiegelt nicht den immer größer werdenden Aufwand sowie die stetig steigenden Verantwortlichkeiten wider und kann daher nur in der Spitze als fair bezeichnet werden.“

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